Mittwoch, 13. Dezember 2017

Gefälligkeitsbank gefällig?

Zum Spruch Geben und Nehmen habe ich vor kurzem eine schöne Erweiterung gehört: Geben und Empfangen. Zu Spirituell? Wir leben in Zeiten, in denen viele Menschen der Ansicht sind, dass ihnen dieses oder jenes zusteht. Wenn sie es nicht bekommen oder nicht sofort bekommen, sind sie demotiviert und verärgert. „Früher gab es noch Seilschaften, auf die konnte man sich verlassen“, sagen manche. Einmal dabei, hingebungsvoll treu und schon war „Vitamin B“ zu spüren. Wollen wir solche Verhältnisse, ist das zeitgemäß?
Geben und Empfangen heißt zum einen ein gewisses Maß an Demut zu empfinden, dass das Empfangen erst nach dem Geben kommt. Außerdem braucht es ein hohes Maß an Vertrauen, dass nach dem Geben von mir, auch ein Empfang stattfindet. Vertrauen beginnt aber beim eigenen Vertrauen. Wenn ich mir selbst nicht über den Weg traue, glaube ich, dass auch andere nicht bereit sind zu geben: „Mir schenkt ja auch keiner was“, sagen sie dann in ihrem Unglück. „Wenn ihr wartet, dass euch andere glücklich machen, wartet ihr lange“, sage ich dann. „Geben hat etwas Sinnstiftendes“, ohne jetzt in reinen Altruismus zu verfallen.
Zum Geben und Empfangen passt der Begriff der „Gefälligkeitsbank“. Es handelt sich um kein Geldinstitut, es ist ein Gedankenkonstrukt. Sie zahlen durch Hilfe oder Unterstützung immer wieder einmal etwas ein. Sie erwarten für ihre „Einzahlung“ keine Gegenleistung. Wenn sie etwas brauchen, ist „Kapital“ vorhanden. Es besteht kein Kausalzusammenhang zwischen ihrem „Geben“ und ihrem „Empfangen“. Es begründet eine Haltung der Harmonisierung, des beitragen Wollens, der Eigenverantwortung, des Zutrauens, der Führung. Zu spirituell? Sind es nicht genau diese Haltungen, die Sie in der Karriere voranbringen? In Balance? Mit ausgeglichenem Konto?
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Dienstag, 31. Oktober 2017

Wie Leidenschaft Arbeit bewegt. Die Ergebnisse von WorkVision BarCamp #1

Videolink zur Veranstaltung:
https://www.youtube.com/watch?v=IeRS5qTeGlE

Wie wird Leidenschaft im Job erzeugt:


Strukturiertes Anregen, über den Tellerrand schauen

Menschen sind von Menschen begeistert. Menschen inspirieren sich bei persönlicher Begegnung.

Zusammenkommen braucht Zeit

Aus dem sich Zeit nehmen entwickelt sich Wohlbefinden und Kreativität

Inspiration kommt durch Vielfalt und Interdisziplinarität, von jung bis älter, von verschiedenen Wirtschaftssparten, von Kunstinputs, von Non-Profit und Profit-Mischung, von universitärer Beteiligung.

Leichte Wissensaufnahme durch BarCamp-Augenhöhe. Präsentation und gleich in der Pause im Gespräch und sich gut kennenlernen.

Überschaubarkeit der Teilnehmer

Vertrauen ist Hauptbestandteil von Fortschritt und Interaktion. Es beginnt mit dem eigenen Vertrauen geben.

Keynotes mit Praxis- und Theoriebezug

Gemeinsames Abendessen

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im Bild die Tagungsteilnehmer (v.l) Jörg Weisser (Marketingleiter), Maximilian Hofbauer (Student Molekulare Biowissenschaften) und Anton Vormair (Gründer, Marktführer, Buchautor)

Mittwoch, 23. August 2017

WorkVision

Ich arbeite täglich an Unternehmenskulturen für Unternehmen, Karrierecoachings für Einzelpersonen oder im Employer Branding. Außerdem arbeite ich mit Uni-AbsolventInnen am Karrierestart und am mutigen Auftritt mit Kreativität, Persönlichkeit und Wissen. Wirklich gute Arbeit zeigt sich mir in Leidenschaft, guten persönlichen Beziehungen und Work-Life-Balance. Inspiration statt Angst geht nicht automatisch, es erfordert eine strategische Vorgangsweise im Unternehmen. Ich hole nun inspirierte Menschen und Unternehmen zum WorkVision BarCamp aus vielen Branchen am 19. und 20.10.2017 in Salzburg ans Techno-Z. Ein persönlicher Austausch von Know-how und Erfahrungen, leicht umsetzbar wird stattfinden. Einer Community des Vertrauens wird entstehen.

Anmeldung und Ticketpreise:

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www.workvision.employer-branding.life

Welche Firmen werden dabei sein?
Vom Start-up bis zum Global Player ist der offene Austausch enorm gewinnbringend. Große Unternehmen brauchen schnelle Agilitätszeiten, kleine Unternehmen brauchen Stabilität und das jeweils situativ. Wer Interesse an flexiblen Systemen hat, ist genau richtig bei der Tagung. Bereits vor Anmeldestart haben sich Anmeldungen aus mehreren Firmen ergeben: Commend International , Uni Salzburg, Biogena, PDP-Holding, Kur GmbH Bad Reichenhall, The Camp Company. Wer Leidenschaft in den Menschen entfachen kann, egal auf welcher Hierarchiestufe im Unternehmen, der wird die besten Mitarbeiter bekommen.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Mystery Branding

Vorweg zwei Sätze zur Namenskreation Mystery Branding. „Mystery“ ist ein Geheimnis, ein Rätsel. „Branding“ ist die Markenführung. In Anlehnung an den Begriff Mystery Shopping haben wir, Martin Seibt und ich, den Begriff „Mystery Branding“ für Geschehnisse gewählt, die sich tagtäglich in Unternehmen abspielen, die nicht gerade für eine gelungene Unternehmenskultur sprechen. Wir blicken dabei auf zwei Seiten: Auf die Führung, die sich vertut und die Mitarbeiter, die sich mit wenig Beitragswillen in einer Komfortzone einrichten. Beide – Führung und Mitarbeiter – schieben sich gerne den Schwarzen Peter zu.

Sie kennen das? Wir haben sowohl als Unternehmensberater, als Führungskräfte und als Mitarbeiter selbst vieles erlebt und vieles wird an uns laufend herangetragen. Das hat uns dazu veranlasst, eine satirische Bearbeitung des Unternehmenskulturthemas zu starten. Als youtube-channel liefern wir in regelmäßigen Abständen witzige Szenen, angelehnt an uns bekannte Unternehmenskulturdefizite.

Viel Wirtschaftspotenzial wird über Unternehmenskulturschwächen verschenkt:

Zufriedene Führungskräfte und Mitarbeiter machen nämlich ausgezeichnete Produkte und Dienstleistungen und zufriedene Kunden.

Struktur- und Kennzahlenpriorität vor Beziehungsqualität steht der Unternehmenskultur im Weg.

Inneres Wollen ist Zeichen hoher Führungsqualität.

Kooperation im Unternehmen geht nicht automatisch. Systematisch kann Können aufgebaut werden.

Überdurchschnittliche Fluktuation ist Zeichen von Flucht (die Guten gehen zuerst). Es gibt aber auch noch das Phänomen „gefangen sein“ (so gut zu verdienen und keine besseren Chancen anderswo sehen und trotzdem sehr unzufrieden zu sein).

Guten Arbeitgebermarken gehört die Zukunft.


Wir treten übrigens auch persönlich in Erscheinung;: „Mystery Branding Comedy“ ist ein 45 Minuten Programm für Firmenevents und Tagungsinput.

In Organisationsentwicklungsform haben wir das 1+1=3 Programm entwickelt. Lebenswelt Unternehmen und Kooperationskultur = erlernbar und liefert erheblich mehr wirtschaftlichen Erfolg.

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Mystery Branding Erforscher: Martin Seibt und Christian Holzer

Freitag, 16. Dezember 2016

Arbeiten für den Urlaub

Karriere braucht Spirit. Karriere braucht Reflexion. Karriere braucht Erholung. Nicht schneller, weiter, höher muss für die Arbeit gelten und für den Urlaub schon gar nicht. Der gute Urlaub beginnt mit der Einstellung zur täglichen Arbeit. Gehören Sie auch zu denjenigen, die die schmerzvolle Arbeitszeit rasch hinter sich bringen wollen, um in der Freizeit ihr richtiges Leben leben zu können. Arbeiten Sie sich von Wochenende zu Wochenende oder von Urlaub zu Urlaub?
Schon mehrmals haben meine Frau und ich ausgedehnte Radtouren unternommen. Es war uns beide nicht zu schade, dass wir gerade im Urlaub auf Annehmlichkeiten verzichtet haben, ganz im Gegenteil. Handy nur für den Notfall, gedruckte Straßenkarten, kein Laptop, kein Tablet. Zeitunglesen ja, aber nur den Wetterbericht. Sie verbringen den ganzen Tag mit Bewegung im Freien und schlafen nachts im selbst mitgeführten Zelt, alle paar Tage einmal und in den Städten gönnen wir uns ein Hotel. Um die Tour auf der genussvollen Seite zu halten, hatten wir für Schlechtwetter einen Notfallplan (Hotelzimmerübernachtung und Bahnweiterreise), haben diesen aber nie gebraucht. Wenn Sie in Berlin eine Radtour starten und 14 Tage später in Kopenhagen ankommen, oder von Dresden aus quer durch Deutschland ans Wattenmeer fahren, könnte das auch für Sie ein erhebendes Gefühl sein. Wie weit fliegen Sie üblicherweise, um für mehrere Tage nicht erreichbar zu sein? Bali, Sumatra, Ammassalik?
Es ist das ruhige Tempo des Radelns - Sie können wahlweise auch reiten, paddeln oder wandern -, das ein Gefühl erzeugt, bei sich sein. Aus Langsamkeit entsteht Spirit und Wohlbefinden von innen heraus. Wie sagte Bischof Stecher von der Diözese Innsbruck so treffend: „Es gibt viele Wege zu Gott, aber einer führt garantiert über den Berg“.
(Dieser blog wurde als Kolumne "Karrierebaustein" am 3.9.2016 in den Salzburger Nachrichten veröffentlicht)

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Dienstag, 5. April 2016

Karrierestrategie Begeisterung

„Suche Job, der mich begeistert. Biete: Begeisterungsfähigkeit.“, so ein Recruiting-Werbeslogan einer namhaften österreichischen Versicherungsgesellschaft. Nicht mehr „hier Jobausschreibung – da Bewerbung“ prägt die zukünftige Szenerie am Arbeitsmarkt. Es zählt das „Brennen“ für eine Branche, eine Tätigkeit, der Rest ist Training on the Job. Was auf den ersten Blick nach Nivellierung der Wissenserfordernisse nach unten aussieht, forciert Qualifikationsanforderungen jenseits rein fachlicher Wissensanhäufung. Moderne Arbeitswelten brauchen gutes Zusammenpassen von Persönlichkeiten der Jobsuchenden und der Unternehmen. „Begeisterung“ verlangt sowohl Unternehmen als auch Bewerbern hohe reflektierte Vorstellungen an Können und Authentizitäten ab, die in Abgleich gebracht werden wollen.
In Zeiten dramatisch weniger werdender Jugend am Arbeitsmarkt und Steigerung überlanger Krankenstände durch eher unbewusste, aber dauerhafte Fehlbeanspruchungen am Arbeitsspielfeld sind beide Seiten gefordert, individuell sinngesteuerte Tätigkeiten anzustreben. Allerdings gleicht die Arbeitswelt heute eher einer Bewerbungslotterie in der Jobsuchende nicht wissen, was sie wollen und Firmen nicht artikulieren können, wen sie suchen. Systeme haben die Tendenz sehr rasch sehr komplex zu werden. Buchstäblich wirkt sich jede Handlung jedes Systemmitgliedes auf das gesamte System aus. Daher geraten Führungsstrategien mit Beherrschbarkeitswahn, scharfen Druck- und Kontrollmechanismen mehr und mehr auf die Verliererstraße. Vertrauenskulturen gehört die Zukunft. Vertrauen darin, dass Menschen, die über Ziele Bescheid wissen, von innen heraus aus Überzeugung diesen Zielen zuarbeiten. Leistungsbereitschaft, die aus der Freude am Tun wächst. Wer Sinn säht, erntet Begeisterung.
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Montag, 7. Dezember 2015

zusammen. Work-Life-Balance Personalvermittlung in eine attraktive Arbeitswelt

Arbeiten gehen, ausschließlich um Geld zu verdienen, das war einmal. Zu kostbar ist die Zeit, die wir zur Verfügung haben. Zu selbstbewusst sind die Menschen mittlerweile, um ausschließlich geldgesteuert zu funktionieren.
Jedenfalls...Unternehmen werden immer mehr als Ort der Lebensqualität empfunden. Work-Life-Balance als sinnvoller Job in einem gelungenen Leben wird von vielen leistungsbereiten Führungskräften und Mitarbeitern angestrebt. Unternehmen werden zu Lebenswelten. Unternehmen, die Persönlichkeiten ansprechen können, Sinn erzeugen und vertrauensvolle Führungssysteme anbieten, werden als attraktiver empfunden als andere Firmen. Finanzielle Aspekte haben zwar Relevanz, aber nicht Priorität.

Unter diesen Rahmenbedingungen habe ich mit meinem Netzwerkpartner und Freund, dem Kulturmanager Peter Huber seit einem Jahr "zusammen" entwickelt. Wenn es gelingt die guten Unternehmen und die guten Mitarbeiter inkl. Führungskräfte auf Begeisterungs- und Sinnebene zusammenzubringen und Eigenverantwortung und Charakter vor dem Faktor Fachkompetenz und Ausbildung zu positionieren, dann sollte doch der Sinn - der heute allseits sehr gesucht wird - gesteigert werden. Wir wollen Unternehmen und Menschen zusammenbringen, die etwas vorhaben, etwas wollen und dabei fair und wertschätzend miteinander umgehen. Leute, die sich mögen und sich Erfolg gönnen.

Anstatt der üblichen Effizienzmaxime, möglichst rasch viele vorwiegend fachlich geeignete Bewerber zu liefern, setzten wir auf Zeit und Vertrauensbildung. Ein gutes Zusammenpassen braucht Vertrauen und ein gutes Gespür und Gefühl von Unternehmen, dem Vermittler und den Jobsuchenden. Wir verstehen uns als Slow-Food-Bewegung der Personalvermittlung.

Zwei Unternehmen haben wir bereits im Boot, 5 sollen es für den Start werden. Etwa 20 Menschen, die gerne bei sinnzentrierten Unternehmen arbeiten wollen, sind ebenfalls schon für eine Vermittlung bereit. Auch dieser Pool soll 2016 ausgebaut werden. Peter Huber und ich freuen uns sehr auf viele Gespräche mit Unternehmens- und Mitarbeiterseite. Einfach ein mail an: Office@christianholzer.at oder Tel. unter 0699/1164 8845.

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Montag, 24. August 2015

Führung: gestalten, angehören wollen, emporheben

Im Juni dieses Jahres habe ich in Bozen an der Universität ein Führungskräfteseminar für Young Professionals abgehalten. Wieder einmal hat sich bestätigt, dass es bei Führungskompetenz nicht in erster Linie um die Vermittlung von Methoden und Instrumenten geht. Vielmehr zählt das Einbringen der Persönlichkeit in eine bestehende oder zu schaffende Kultur. Erst in diesem Zusammenhang werden Methoden und Instrumente zur Wirkung gebracht. Dreht man den Vorgang um und hält sich an Führungsinstrumentarien fest, bleiben die Vorgänge hohl. Daniel Pinnow (Deutschland) sagt über Führung: „Eine Welt gestalten, der andere gerne angehören wollen“ und Markus Weishaupt (Italien) sagt: „Führen ist, andere emporzuheben“.
Jetzt habe ich zwei enorm praxiserfahrene, zukunftsblickende Berater mit Hang zu sozialer Nachhaltigkeit und wertschätzender Unternehmenskultur auf zwei Aussagen reduziert. Das wird einerseits dem Umfang ihres Wissens nicht gerecht, andererseits bringt es doch einen Fokus auf eine Wichtigkeit von persönlichen Beziehungen und Haltungen in ein oftmals sehr technokratisch behandeltes Thema.
Gestalten, angehören wollen und der Wille und die Fähigkeit andere emporzuheben zeigt von Persönlichkeit, entwickelt diese weiter und schafft vor allem Sinn. Ein Sinn der die Basis für Mitarbeitergespräche, strategische Unternehmensentwicklungen, Führungsstile, Organisationsaufbau, Unternehmenskultur, Work-Life-Balance-Systeme, Personalentwicklung, Visions- und Missionsbildung und Employer Branding in modernen Arbeitssystemen ist.

Lebenswelt_Unternehmen_WLB_Faktoren-001a Grafik: Christian Holzer in: Management Dossier #5 2014

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